Es ist nun faktisch ausgemachte Sache das der Rechtsliberale dänische Premierminister Rassmusen neuer Chef der NATO werden soll. Darauf haben sich vor allem Angela Merkel, Nicolas Sarkozy und Gordon Brown geeinigt. Die USA zeigten sich über dieses Vorhaben höchst erfreut und der republiaknische US-Verteidigunsminister Robter Gates bezeichnete Rasmussen als genau den richtigen Mann „mit einer Menge Erfahrung“. Die Türkei sprach sich aber nun gegen den Dänen aus und drohte gar mit einem möglichen Veto gegen die Wahl des Herrn Rasmussen. Ein hochrangiger Sprecher der islamischen AKP-Regierungspartei erklärte das Rasmussen für alle Muslime inakzeptabel sei. Rasmussen sei ein Feind des Islam. Das ist erst einmal natürlich Heuchelei da die Türkei Mitglied in einem Militärbündnis ist, welches permanent Krieg gegen muslimische Nationen führt bzw. diese vorbereitet. Allerdings kommt es in letzter Zeit zu einer zunehmenden Entfremdung zwischen der Türkei und der NATO. Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei erscheint nun eher unwahrscheinlich, bedenkt man etwa die Tatsache das kein Staat Mitglied der EU werden kann der Israelkritisch auftritt. Die Bundeskanzlerin wird also von Seiten etwa des Zentralrates der Juden in Deutschland schon den rechten Wink erhalten, was zu tun wäre. Die türkische Führung ist sehr wohl bewusst wie die Lage realistisch betreffend eines EU-Beitrittes einzuschätzen ist und lässt nun gegen den Westen zusehens die Muskeln spielen. Schon wird der türkische Ministerpräsident in der islamischen Presse (übereilt) als „neuer Nasser“ gefeiert.
Auf eine NATO-Mitgliedschaft wird die Türkei aus machtpolitischen und strategischen Gründen trotz aller verbalen Äußerungen aber kaum verzichten können. Die türkischen Zuwander in Europa werden natürlich, insbesondere in Deutschland als Drohkulisse mißbraucht. Der agressive militärische und kulturelle Imperialismus des Westens bedingt gleichzeitig auch eine kolonialistische Landnahme die von Seiten Ankaras zusehens forciert wird. Das Ankara aber so nicht im eigenen Interesse handelt ist auch klar, so gefährdet dies doch erheblich den Widerstand in Deutchland gegen die imperialistische Strategie. Die Türkei trägt somit für die Anti-Islam Stimmung welche bewusst von den Etablierten gefördert wird auch eine Mitschuld. Dies ist um es einmal deutlich zu formulieren eine dumme, gefährliche und schädliche Politik, auch was das Interesse der Türkei anbelangt. Die Türkei wird sich also in Zukunft entscheiden müssen ob sie im Sinne eines gemeinsamen Kampfes gegen das „Imperium“ den Schulterschluss mit allen (zukünftigen) Antiimperialistischen Kräften wagt oder weiterhin in einem Chauvinismus und kurzsichtigen Denken verhart. Für deutsche Nationalisten (auch solche die dem Islam positiv gegenüberstehen) ist klar das nun auch die vom deutschen Großkapital über Jahre forcierte Massenzuwanderung bekämpft werden muss. Dies bedeutet erst einmal Kampf gegen die Multikulti Strategie des Großkapitals. Gleichzeitig werden aber auch viele Türken Deutschland nach Jahren der oftmals mißbrauchten Gastfreundschaft wieder verlassen müssen. Die Zuwanderungs-Taktik der Kapitalisten soll ja nicht noch im Nachhinein legtimiert werden, zumal ethnischen Türken in der Türkei kaum eine weitreichende Verfolgung droht. Selbst auf das „Asylrecht“ wird man sich also hier nicht berufen können.
Die wohl doch fest stehende Wahl des Herrn Rasmussen wird nun aber darauf hinauslaufen die Stoßrichtung des NATO-Imperialismus noch weiter zu verstärken und vermehrt voranzutreiben. Unter Rasmussen beteiligte sich Dänemark an der „Achse der Willigen“ im Irak und natürlich auch in Afghanistan. Rasmussen hatten sich gegenüber der alten Bush-Regierung immer besonders loyal erwiesen. Rasmussen möchte nun die EU noch viel „besser“ und „effiktiver“ in das NATO-Kriegsbündis einbinden. Vorangetrieben soll nun vor allem die Erweiterung des Bündnisses in alle Himmelsrichtungen. Ziel wird es aber durchaus auch sein sich Russland wieder zumindest tendenziell anzunähern. Erst Weichen wurden hierbei ja schon gesetzt, Russland möchte sich in Afhanistan nun besonders „einbringen“ und organisiert bereits einen Teil des NATO-Nachschubes in das neokolonialisierte Land. Innenpolitisch stand Rasmussen für einen drastischen Sozialabbau und Kürzungen in faktisch allen relevanten Bereichen. Unter Rasmussen wurde die Pressefreiheit in Dänemark massivst eingeschränkt. Einen Fernsehsender der kritisch über die dänische Irak-Politik berichtete drohte Rasmussen mit Privatisierung.
Das Rechtspopulistische und Nationalkonservative „Patriotischen Forum Süddeutschland“ zeigte sich aber offenbar durchaus angetan von einem solchen neuen NATO-Chef. Hier kann man folgendes nachlesen:
Dass der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen überhaupt als Generalsekretär des früher einst westlichen Verteidigungsbündnisses Nato in Betracht kommt ist bereits verwunderlich. Schließlich regiert er mit seiner rechtsliberalen Venstre-Partei zusammen mit den Konservativen und der “rechtspopulistischen” Dänischen Volkspartei. Auch ist er kein Appeasement-Politiker und verteidigt die Meinungs- und Pressefreiheit gegen islamischen Zorn. Auch lud seine Regierung den Islamfeind Geert Wilders als Experten über Integrationspolitik ein. Ein Gegner des EU-Beitritts der Türkei ist er auch noch obendrei. Kurzum: Rasmussen ist all das, was sich ein deutscher Politiker nie getrauen würde. Er hat ein großes Rückgrat
http://patriotischesforumsueddeutschland…fogh-rasmussen/
Nun ja, damit ist wohl alles gesagt über die Vorstellungen solcherlei „realpolitischer“ Wunschkonstrunktionen. Da hilft auch das seichte Nebensätzchen am Ende des Textes kaum das die NATO in ihrer heutigen Ausrichtung ja nicht „begrüßenswert“ wäre. Wer aber nun eine solche Gestalt derart Lobt, der scheint sich nun offenbar eine weitere Intensivierung des Kriegskurses der NATO zu wünschen, denn für eine andere Politik als eben die imperialistische Ausrichtung des westlichen Militärbündnisses ist der Herr Rasmussen kaum zu haben. Rasmussen legt es offenbar darauf an muslimische Staaten zu provozieren, anders sind seine Äußerungen nicht zu erklären, als das die sogenannten „Mohamed-Karikaturen“ eine „notwendige Provokation“ gewesen seien. Unterstützt wird die Rasmussen-Regierung von der offen Islamfeindlichen und Rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei „Islam ist wie Hitler“ verkündete eine Abgeordnete dieser Partei sinngemäß. Daneben ist die Dänische Volkspartei aber natürlich wie es sich für den „modernen“ Rechtspopulismus gehört Israel-und USA solidarisch. Zu einer Löung des Problems der Überfremdung hat der Einfluss der Dänischen Volkpartei natürlich nicht geführt, da man die Ursachen dieser erst gar nicht beseitigen möchte sondern sich nur billige Sündenböcke („Islamisten“) sucht und das kapitalistische System nicht nur erhalten ,sondern auch explizit vor seinen Kritikern beschützen möchte. Zur Überwindung der Ursachen ist die Wirtschaftsliberale Partei aufgrund ideologischer Verfasstheit auch gar nicht in der Lage. Das Privateigentum gehört natürlich wie der Antiislamismus zu den heiligen Kühen der WWG. Diesen Dogmen wird sich keine Partei verschließen können die es in diesem System zu etwas bringen möchte. Hierbei reicht es bei der Dänischen Volkspartei aber nicht einmal zu einem keynesiastischen „Sozialpopulismus (FPÖ, NPD und Linkspartei). Wer aber die Überfremdung ernsthaft bekämpfen möchte sollte nicht gegen maurische Windmühlen sondern gegen die Strategie des Kapitals angehen mittels einer „industriellen Reservearmee“ (Karl Marx) Löhne und Arbeitsrechte zu drücken. Ausgebeutete und Opfer sind aufgrund der Multikulti-Strategie der Kapitalisten sowohl Inländer als auch Zuwanderer.
Sozialist