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Donnerstag, 18. Februar 2010, 22:43

Web 2.0 oder: die BNP und pro NRW als Vorbild

Wie die britische Nationalpartei BNP auf ihrer Webseite mitteilt, wurde in einer Studie ermittelt, dass sie am besten von allen Parteien das sog. Web 2.0 nutzt.
Darunter versteht man u.a. das Nutzen von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Auch beim Versenden von eMails per "Newsletter" ist sie führend.



Auch die Seite der BNP ist vorbildlich: für Interessenten wenig textlastig aber kurze und klare Aussagen. Dazu passenderweise (nach Obama-Vorbild, wo es ja ohne Frage funktioniert hat) große klare Links auf der Hauptseite "Spenden", "Mitmachen" und "Neuigkeiten".

Die deutschen Rechtsparteien laufen da noch leider hinterher.

  • NPD: hat zwar die Zeichen der Zeit erkannt, dennoch kommt die Seite viel zu bieder daher. Für eine Partei, die sich so regelmäßig in der Öffentlichkeit zeigt, sollte man ein wenig mehr "Pepp" erwarten. Mini kleine Textlinks, bei denen man auf den ersten Blick nicht mal sieht, dass sie Links sind... schwach. www.npd.de
  • DVU: hier wollte man gleich alles neu machen. Auch hier Links zu facebook vorhanden und sogar eine Online Spendenmöglichkeit mit wenigen Klicks. Blöd nur, dass beides irgendwo am Ende der Seite erscheint; auf den ersten Blick wird man mit Text erschlagen. Auch hier: schwach. www.dvu.de
  • REP: auch wenn man die Seite noch verbessern könnte; man muss anerkennen: nicht schlecht. Spendenmöglichkeit ganz oben (etwaige Kommentare erspare ich mir jetzt mal), ebenso Links zu Youtube, Facebook, myspace und twitter. Macht einen dynamischen Eindruck... naja, jedenfalls für diejenigen, die sich noch nicht so mit der Partei auskennen. www.rep.de
  • Pro NRW: zwar ein aufgeräumtes Gesamtbild, bei Web 2.0 allerdings komplett versagt. Keinerlei Links, nur ganz am Ende der Seite kann man einen Newsletter bestellen. Grafiken: Fehlanzeige. Soziale Netzwerke: Fehlanzeige. Einladend sieht anders aus. www.pro-nrw.org

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Halldor« (22. Februar 2010, 17:50)


ToXaFi

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2

Donnerstag, 18. Februar 2010, 23:12

Hast Du einen Link zu dieser Studie, dass würde mich sehr interessieren.

Zitat

In dieser Not der Gegenwart nenne ich national denjenigen, der, wenn der Karren im Dreck sitzt, die Hand anlegt, um ihn herauszuziehen, aber nicht denjenigen, der daneben steht und sagt: ‚Es hilft ja doch nichts, und ihr seid nicht die rechten Männer, es zu tun.

Zitat

Wir dürfen nicht von einem Blutbad zum anderen schreiten. (...) Der Weg zu innerer Ruhe kann nur gehen auf dem Boden republikanischer Staatsform. Deshalb arbeiten wir an ihr mit.
Gustav Stresemann

3

Donnerstag, 18. Februar 2010, 23:21

Hoppla, die Hauptquelle hatte ich ja ganz vergessen: http://bnp.org.uk/2010/02/bnp-leads-the-…d-social-media/ (engl.)

(Leider nicht die Studie selbst, sondern nur die Erklärung der BNP zur selbigen)

4

Samstag, 20. Februar 2010, 08:06

auf den ersten Blick wird man mit Text erschlagen


Ich bin nicht ganz Deiner Meinung.

Lesbar geschriebene, vernuenftige Artikel zu aktuellen Themen, die man dazu auch noch kommentieren kann. Ich finde das nicht schlecht. Das sagt mir mehr zu als bunte Bilder ohne Inhalt. Ausserdem bietet die DVU Seite alle wichtigen Links, die man braucht.

Auf den REP Seiten ist dagegen fast nichts mehr aktuell. Die NPD Seiten sind zwar in Ordnung, aber wenn man den Normalbuerger fuer sich gewinnen will, sollte man von extremen Parolen Abstand nehmen und Loesungen anbieten, die nicht auf alten linken oder alten rechten Ideologien basieren.

Wer auf bunte Bilder und leere Phrasen, aber nicht auf Inhalte steht, kann ja die etablierten Parteien waehlen.
Gruss aus Windhoek!

5

Samstag, 20. Februar 2010, 08:44

Hallo hlindner,

indirekt stimme ich dir ja zu: auch ich möchte gern Informationen anstatt bunte Bildchen.
Aber nicht jeder ist nunmal so politisch interessiert wie wir. Hier geht es um erster Linie darum, den politisch uninteressierten (potentiellen Nicht-)Wählern etwas zu präsentieren. Denn der Gewinn dieser ist entscheidend.

Denkst du, dass die Millionen von Nichtwählern ihre Zeit damit vergeuden wollen, bei jeder Partei erst einmal 20 Seiten Programm durchzulesen? Sicher nicht!
Wir als politisch Interessierte haben entweder unsere Partei gefunden oder schwanken zwischen 2 - 3 Alternativen. Das kann man aber nicht auf Otto-Normal-Wähler übertragen.

Und nochmal: auch ich halte nichts von Obama. Aber seine Strategie das Web 2.0 zu nutzen war der Schlüssel zum Erfolg der ganzen Wahl. Und die US-Republikaner ziehen auch da nach.

Im übrigen gibt es auch prominente Beispiele aus Südafrika: http://www.da.org.za/


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